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Bacula Konferenz: Programm steht

Bacula Konferenz am 23.09.2009 in Köln

Das Programm der Bacula-Konferenz, die am 23.9.2009 in Köln stattfindet, steht nun fest.

Die Konferenz befasst sich mit dem produktiven Einsatz von Bacula, dem bekannten freien Client/Server-Backupsystem zur Sicherung und Wiederherstellung von Dateien. Diese laut Organisatoren weltweit erste Konferenz zu Bacula will aufzeigen, wo Bacula zur Zeit steht und in welchen Umgebungen es schon eingesetzt wird und den Erfahrungsaustausch unter den Nutzern fördern.

Das Programm der Konferenz ist nun online. Mit Spannung wird der Vortrag des Hauptentwicklers und Maintainers von Bacula, Kern Sibbald, erwartet, der einen Einblick auf Basis des Ende Juli erschienenen aktuellen Version 3.0.2 geben wird.
Neben den vielen Merkmalen, die sonst nur in wenigen kommerziellen Produkten zu finden sind,
zeichnet sich Bacula durch die große Zahl unterstützter Client-Plattformen aus.
Neben den Hauptplattformen Linux, Solaris, OpenSolaris, MS Windows 32bit, MS Windows 64bit (2008/Vista), MacOS X/Darwin, FreeBSD, OpenBSD, NetBSD existieren auch Erfahrungsberichte über die Datensicherung von AIX, HPUX, BSDI, Irix und True64.
Bei größeren Organisationen kann in den Außenstellen ein sogenannter Storage Daemon die Daten auf eine Tape-Library sichern, während dies zentral vom Bacula-Director gesteuert wird.
Neu hinzugekommen sind Features wie das "Virtual Full Backup", bei dem für ein Voll-Backup nicht nochmal alle Daten übertragen werden. Stattdessen wird das neue Voll-Backup aus den bestehenden Sicherungen und dem aktuellen Stand des Clients zusammengestellt. Dies führt zu erheblichen Einsparungen bei der Netzwerkbandbreite und damit an Zeit.
Die Möglichkeit, Daten erst einmal auf Festplatte zu sichern und erst später auf Band zu migrieren, wird häufig genutzt, um die Daten des letzten Tages schnell zu sichern und auch schnell wiederherstellen zu können.
Ein Feature, das viele Backup-Produkte nicht enthalten, ist "Accurate Backup". Damit wird sichergestellt, dass bei einem inkrementellen Backup gelöschte Dateien auch als gelöscht markiert werden. Ohne dies kann es bei Rücksicherungen passieren, dass eigentlich gelöschte Dateien wieder hergestellt werden - bei Organisationen mit sensiblen, personbezogenen Daten häufig ein Ausschlusskriterium.
Die Plugin-Schnittstelle erlaubt die Online-Sicherung von Datenbanken. Außerdem existiert seit der aktuellen Version auch ein Plugin für den Microsoft Exchange Server.
Das Disaster Recovery (Bare Metal Recovery) basiert jetzt auf einem von der Ubuntu LiveCD angepassten USB Boot System.
In einer der kommenden Versionen werden die sogenannten Base Jobs hinkommen. Mit ihnen kann erreicht werden, das Daten die auf vielen Maschinen identisch sind, wie z.B. die Betriebssystem-Installation, nur einmal gesichert werden.

Weitere Vorträge befassen sich mit dem produkten Einsatz von Bacula, sowie der Sicherung von virtuellen Systemen unter VMware ESX oder Citrix XenServer und die Backup Überwachung mittels Nagios.

Jack Griffin, CEO des neu gegründeten Unternehmens Bacula Systems,
wird die ökonomischen Seiten von Bacula und den professionellen Support von Bacula Systems
am Beispiel der Bank Austria erläutern, bei der von Legato auf Bacula umgestellt wurde.

Weitere interessante Bacula Installationen sind der Web Hoster UKfast, der 105 Bacula Server betreibt und damit 27 TB an Daten sichert und das Auswärtigem Amt, dessen Auslandsvertetungen mittels Bacula gesichert werden.

Die Teilnahme an der Bacula-Konferenz 2009 ist bei vorhergehender Registrierung kostenlos.

 

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